Was genau meinst du mit Coaching?

 

Vergangenen Freitag übernachtete ich, anlässlich einer Coaching-Tagung, bei einer Freundin in Hamburg. Als ich ankam, war auch ihre Nachbarin gerade da. Sie fragte neugierig nach meiner Tätigkeit als Coach: „Was machst du genau, was meinst DU mit Coaching?“ Die Frage höre ich öfters. Kein Wunder! Denn „Coaching“ ist zum Modewort geworden: vom Business Coaching bis hin zum Einkaufscoaching sind beinahe alle Kombinationen denkbar.

Meine Antwort lautete in etwa wie folgt:

Als Coach begleite ich Menschen auf ihren Weg in die gewünschte Veränderung.

Der Coachingprozess fängt mit einer Zieldefinition an: Worum geht es Dir/Ihnen? Was soll nach unserem Coaching anders sein? Die Zielfindung kann relativ zügig gehen oder die ganze erste Sitzung in Anspruch nehmen, was absolut OK ist! Ich stelle Fragen unterschiedlicher Art, bis der Klient zu einer realistischen und attraktiven Zielformulierung gekommen ist, mit der er/sie sich voll identifiziert.

Nachdem das Ziel klar ist, verwende ich verschiedene Mittel, die mir als systemischem Coach zur Verfügung stehen, damit mein Klient in der vereinbarten Zeit zu seinem/ihrem Ziel kommt. Es sind Aktivitäten unterschiedlicher Art zu zweit, die sogennannten „Interventionen“: manchmal in Form eines Interviews, oder auch mit Poster, Stift und Papier. In anderen Situationen verwende ich Techniken, die dem Unbewussten Platz lassen (insbesondere hypno-coaching), oder wir legen bunte Papiere auf den Boden, die für bestimmte wichtige Menschen und Elemente aus dem Leben des Klienten stehen, und die wir uns aus unterschiedlichen Perspektiven anschauen.

Wie ich mich für die eine oder andere Intervention entscheide? Ich mache Angebote und der Klient sagt, was zu ihm/ihr passt. Wichtig ist, dass er/sie sich im Prozess gut fühlt, so dass er/sie eigene Ideen entwickelt, denn: er/sie ist Experte für die Lösung, nicht ich! Meine Rolle ist die eines Begleiters und Unterstützers. Ich kenne mich mit dem Prozess aus, der Klient mit seinem Thema und auch mit der Lösung.

Ratschläge, die in anderen Kontexten beliebt und nützlich sein können, bleiben in meinen Coachings außen vor, denn: die Änderung, die sich durchsetzt, ist diejenige, die der Klient/die Klientin selbst entdeckt hat. Es geht also um ein gemeinsames Entdecken und ein eigenverantwortliches Umsetzen seitens des Klients/der Klientin. Eine sehr spannende Reise.

Was würde Sie noch interessieren? Ich freue mich auf Ihren Kommentar!

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