Wingwave Coaching und Tränen

Eine Klientin hat drei Sessions gebucht. Sie wollte wingwave nutzen, um Blockaden zu lösen und endlich den richtigen beruflichen Weg zu gehen. Vorweg habe ich sie gründlich über die Methode aufgeklärt. Nach der zweiten Sitzung schlägt sie vor, sich erstmal Zeit zu lassen: das Erlebte soll sacken und in Ruhe wirken können. Da es in der Sitzung mit den Emotionen ganz schön zur Sache ging, wollte ich nach 2 Tagen wissen, wie es ihr geht. „Wunderbar geht es mir – so gut ging es mir lange nicht“, sagte sie spürbar entspannt. „Ich bin so dankbar, dass das raus kam“. Gemeint ist eine extrem schmerzhafte Erfahrung, die lange verdrängt wurde. „Die erste Nacht habe ich durchgeweint, und es fühlt sich so gut an“.

Nicht selten kommt das so nach einer wingwave-Sitzung: Das Thema, das die Klientin ursprünglich zum Coaching mitbrachte, macht Platz für ein anderes, tiefer liegendes Anliegen. Dieses wiederum ist dabei, ganz unterschwellig eine emotionale Blockade zu verursachen. Manchmal jahrelang. Die Klientin lässt nun ihrer Emotionen, insbesondere ihrer Trauer, freien Lauf – und weint entsprechend. Das macht sie wiederum zufrieden, denn genau das braucht sie, und das weiß sie. Sie nimmt sich Zeit für sich. Gut so.

Auf die dritte Session bin ich jetzt schon sehr sehr gespannt. Inzwischen sind allerdings 4 Wochen vergangen und sie beschäftigt sich zur Zeit tatsächlich mit einem neuen beruflichen Projekt. Es scheint nicht mehr zu eilen.

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